Répertoire International des Sources Musicales

Masses

Summary

Standardized title Masses
Title on source [without title]
RISM ID number 857000048

Library information

Library siglum V-CVbav CS 63

Material description

Type Manuscript copy
Publishing, printing and production information Rom, Orceau, Schreiber 2, 3, 15, 1495-1510
Format, extent 1 choirbook: 87f.
Other physical details Papier
Dimensions 545x418
Watermark description Fleur im Kreis (ähnlich Briquet 7313)
Krone auf Säule (vgl. Briquet 4412)
Berg mit drei Spitzen (ähnlich Briquet 11658)
Meerjungfrau im Kreis (ähnlich Briquet 13883)
General note Aktuelle Lagenstruktur: f01, f1 [mit Lage 2/fol. 14 verbunden], V12 (+f7), V22, V32, VI44, III50, IV58, III64, III70, III76, IV85 (+f81), f02 Die ursprüngliche Lagenstruktur ist nicht erhalten; die Lagensignaturen (s. dort) belegen aber, daß der Kodex schon bald nach der Entstehung der Einzelteile noch im 16. Jh. neu zusammengestellt und in der jetzigen Form gebunden wurde. Bei den Neubindungen 1724 und 19?? wurde an dieser Struktur offenbar nichts geändert. KEs: ... Sherr
Wasserzeichen: Weitere, nicht identifizierte Wasserzeichen enthalten
Binding note Dicke Pappe mit hellem Kalbsleder bezogen, Deckel blank, Rückenprägung (alles schwarz): 5 Abteilungen durch doppelten Querstreifen, ganz unten ornamental. Abteilungen: 1. annähernd kreisrundes Blütenornament, ca. 2 cm Durchmesser; darunter gezähnter Zettel mit Aufdruck "Capp. Sist. / 63" 2. Große Prägung: "CAPP. / SIST. / 63" 3. Blütenornament wie 1. 4. Papstwappen Pius XI. 5. Kardinalswappen Franz Ehrle (1928-1934 Kard.bibl.) -> Neubindung und Teilrestaurierung 1928-1934 Deckelbezug fängt an, sich vom Rückenleder zu lösen; Bindung innen in fortgeschrittenem Zustand der Auflösung; Zustand des Einbandes an sich noch gut, der Bindung dagegen bedenklich

Further information

General note auch eine Art "Restehandschrift", aber über einen kürzeren Zeitraum hinweg. Verschiedene Stadien s. Sherr, eine Reihe von präexistenten Einzellagen werden durch neu kopiertes zu einer Handschrift zusammengefügt, 2 Anläufe.
Restaurationsblatt: "SEDENTE / BENEDCTO XIII / P. O. M. / Sub protectione E[minentissi]mi], & R[everendissi]mi D. Petri Presbyt[eri] / CARD. OTTHOBONI / Tit. S. Laurentii in Damaso / S. R. E. ViceCancellarii / R. D. Petro Bastianello de Triviniano / magistro Capp. Pont. pro tempore existente / Restauravit Anno D. MDCCXXIV."
Aktuelle Blattzählung: [01] 1-85 [02], arab. modern, Blei unten Mitte
Notation: weiß mensural
Dekoration: Dean
Zustand: Benutzungsspuren: unten rechts leicht abgegriffen, am unteren Rand stellenweise Feuchtigkeitsspuren, einige Schäden (abgerissene Ecken) bei der Restaurierung mit neuem Papier ergänzt... Bei der Restaurierung 19?? eine Reihe von Lagen um den Schriftraum herum (Rand gut zu sehen und zu fühen) mit Kunstfasergewebe laminiert (allerdings anders als die Mehrzahl der anderen Kodizes z.T. nur von einer Seite laminiert, eine Reihe von Lagen auch überhaupt nicht, diese Lagen mit einer Art Fixierflüssigkeit behandelt); seit der Restaurierung schon wieder neue Schäden: An einigen Stellen ist die Lamination schon wieder durchgebrochen v.a. an Stellen, wo schon vor der Restaurierung Löcher waren, aber auch an andere stark oxidierten Stellen. Oxidation durch die Tinte offenbar nicht vollständig gestoppt. Zustand insgesamt allenfalls befriedigend. NB: Tintenfarbe insgesamt kräftiger, schwärzer, wenn nicht laminiert; unter Lamination stärker bräunlich, "verwaschen". V.a. in nicht laminierten Lagen/Blättern Außenrand leicht eingerissen/beschädigt Etwas stärker beschnitten als übrige Kodizes dieser Gruppe - Höhe 545 mm statt ca. 560-570; führt zu etwas stärkeren Verlusten in der Kalligraphie und den Rubriken oben auf der Seite.
Foliierung/en: 1. A, 1-lxxxiii, arab.-röm. gemischt, Tinte Mitte außen, ohne kalligraphischen Anspruch, aber offenbar relativ alt. 2. xiii, xix, xxix, xxxviii (= 14, 20, 30, 39), römisch alt, rotbraune Tinte links oben auf verso-Seiten, fragmentarische alte Foliierung, immer am Anfang einer neuen Komposition, möglicherweise Merkzahlen für die Kompilation oder für eine (nie ausgeführte oder verlorene) Tabula. 3. I, 1-84 (= 1-85), arab. modern, Blei unten Mitte, unmittelbare Vorgängerzählung der aktuellen Zählung, bis auf wenige Reste ausradiert
Jeweils unten Mitte, rotbraune Tinte, 16. Jh., ggf. rechts außen, ebenfalls rotbraune Tinte alt (sehr weit unten, daher wohl weitgehend abgeschnitten) 1: 1 10: 1, daneben gestrichen "3" - nicht klar zu erkennen, auch Sinn und Zweck unklar 13: 2 23: 3 33: 4 c 45: unten Mitte gerade noch ein Rest zu erkennen, daß da etwas geschrieben ist, aber nicht, was 59: 7 f 65: 5 g 71: 6 h Lagenintern (jeweils innen, unten) 19v: 4 24r: 2 25r: 3 48r: 3 59r: 1 60r: 2 61r: 3 63v: 2 64v: 1 70v: 1 80v: 1 (?)
1 01r-v leer (Vorsatzblatt neu), 2 1r Restaurierungsblatt - s Kodizes, 4 1v leer, 5 2r leer rastriert, 6 13v leer rastriert, 7 14r leer rastriert, 8 44v leer rastriert, 9 45r leer rastriert, 10 54v leer rastriert, 11 70v leer rastriert, 12 71r leer rastriert, 13 85v leer rastriert, 14 02r-v leer (Nachsatzblatt neu),
1. Fol. 2-13 (Isoliert); Material: Papier, Carta reale, jeweils 2 Blätter mit Papierstreifen zu Bifolium zusammengefügt (Knickspuren in Blattmitte noch zu sehen); Papierfarbe: gelblich, Fläche der Lamination etwas stärker bräunlich; Beschaffenheit Beschreibstoff: relativ stark, fol. 2, 7, 10-12 nach Restauration mit Kunstfasergewebe laminiert; Blindline: Einzel-BL li-re eingeritzt oder Blei, Text auf Einzel-BL (textarme Sätze anscheinend z.T. ohne BL); leicht bis mittelstark durchgeschlagen, kaum Schäden; Seitenpräparation: Schriftspiegel ca. 307x430-435 (444-450) mm; 10 Pentagramme; Doppelrastral 25* mm; regelmäßig durchrastriert, ggf. Systeme leergelassen; die obersten 2 Systeme auf jeder Seite ca. 8-10 cm eingerückt.; Tinte (Text): dunkelbraun bis schwarz (auf nicht laminierten Blättern deutlich kräftiger); Tinte (Noten): mittel- bis dunkelbraun (auf nicht laminierten Blättern deutlich kräftiger); Tinte (Illumination): dunkelbraun bis schwarz (auf nicht laminierten Blättern deutlich kräftiger); Schreiber: Orceau, "middle Julius II", Dean 2 (????) - exakt wie CS 49, 144-148; Notation: rautenförmig, schlanke Notenköpfe, rel. langer, dünner, gerader Hals; Schriftform: ltf, mittleres kall. Niveau, klein und fein; Illumination: nicht ausgeführt; Wasserzeichen: Fleur im Kreis (ähnlich Briquet 7313)
2a. Fol. 14-20 ; Material: Papier, Carta reale, jeweils 2 Blätter mit Papierstreifen zu Bifolium zusammengefügt (Knickspuren in Blattmitte noch zu sehen); Papierfarbe: gelblich, Fläche der Lamination etwas stärker bräunlich; Beschaffenheit Beschreibstoff: relativ stark, bis auf fol. 14 nach Restauration mit Kunstfasergewebe laminiert; Blindline: Einzel-BL li-re eingeritzt oder Blei, Text auf Doppel-BL 3,5-4 mm (vielfach nicht zu erkennen, vollkommen verblaßt oder fehlt); vielfach stark durchgeschlagen, z.T. stark beschädigt (Notenköpfe, z.T. halbe Systeme herausgefallen); Seitenpräparation: Schriftspiegel 335-340x454-458 (465-69) mm; 10 Pentagramme; Doppelrastral 26 mm; regelmäßig durchrastriert, ggf. Systeme leergelassen; die obersten 2 Systeme auf jeder Seite ca. 3,5-5 cm eingerückt.; Tinte (Rastrierung): mittel- bis dunkelbraun; Tinte (Text): mittel- bis dunkelbraun; Tinte (Noten): mittel- bis dunkelbraun; Tinte (Illumination): mittel- bis dunkelbraun; Schreiber: Sherr D; Notation: rautenförmig, klein und schlanke Notenköpfe, rel. dünne, kurze, gerade Hälse; Schriftform: ltf-Batarde, mittleres KN, klein und fein; Illumination: üppig verzierte Kadellen mit Tintenzeichnungen, Blattornamentik, Grotesken, Tierzeichnungen zu Beginn jedes Lesefelds, oben über 2 Systeme in Einrückungen, auf der unteren Seitenhälfte nur über 1 System über Rastrierung. Etwa zu 50 % ausgeführt, Rest leere Aussparungen. Ganz anderer Typus als übrigen Kadellen der Zeit (von CS 14/51 bis in 1520er Jahre); anderer Ornamententyp (Beschreibung). Initialen nach Noten eingetragen (nach Einrückungen Notenbeginn immer direkt am Systembeginn, ggf. Kadellen über und zwischen Notentext; unten gleichbleibende Einrückung des Notentextes (auf variierenden Systemen).; Wasserzeichen: nicht zu erkennen
2b. Fol. 21-30 ; Material: Papier, Carta reale, jeweils 2 Blätter mit Papierstreifen zu Bifolium zusammengefügt (Knickspuren in Blattmitte noch zu sehen); Papierfarbe: gelblich, Fläche der Lamination etwas stärker bräunlich; Beschaffenheit Beschreibstoff: relativ stark, nach Restauration mit Kunstfasergewebe laminiert; Blindline: Einzel-BL li-re eingeritzt oder Blei, Text auf Doppel-BL 3,5-4 mm (vielfach nicht zu erkennen, vollkommen verblaßt oder fehlt); vielfach stark durchgeschlagen, z.T. stark beschädigt (Notenköpfe, z.T. halbe Systeme herausgefallen); Seitenpräparation: Schriftspiegel 335-340x454-458 (465-69) mm; 10 Pentagramme; Doppelrastral 26 mm; regelmäßig durchrastriert, ggf. Systeme leergelassen; die obersten 2 Systeme auf jeder Seite ca. 3,5-5 cm eingerückt.; Tinte (Rastrierung): mittel- bis dunkelbraun; Tinte (Text): mittel- bis dunkelbraun; Tinte (Noten): mittel- bis dunkelbraun; Tinte (Illumination): mittel- bis dunkelbraun; Schreiber: Sherr D; Schriftform: ltf-Batarde, mittleres KN, klein und fein; Illumination: üppig verzierte Kadellen mit Tintenzeichnungen, Blattornamentik, Grotesken, Tierzeichnungen zu Beginn jedes Lesefelds, oben über 2 Systeme in Einrückungen, auf der unteren Seitenhälfte nur über 1 System über Rastrierung. Etwa zu 50 % ausgeführt, Rest leere Aussparungen. Ganz anderer Typus als übrigen Kadellen der Zeit (von CS 14/51 bis in 1520er Jahre); anderer Ornamententyp (Beschreibung). Initialen nach Noten eingetragen (nach Einrückungen Notenbeginn immer direkt am Systembeginn, ggf. Kadellen über und zwischen Notentext; unten gleichbleibende Einrückung des Notentextes (auf variierenden Systemen).; Wasserzeichen: nicht zu erkennen
2c. Fol. 31-38 (Angehängt (durch Neukopieren der letzten Seite)); Material: Papier, Carta reale, jeweils 2 Blätter mit Papierstreifen zu Bifolium zusammengefügt (Knickspuren in Blattmitte noch zu sehen); Papierfarbe: gelblich, Fläche der Lamination etwas stärker bräunlich; Beschaffenheit Beschreibstoff: relativ stark, nach Restauration mit Kunstfasergewebe laminiert; Blindline: Einzel-BL li-re eingeritzt oder Blei, Text auf Doppel-BL 3,5-4 mm (vielfach nicht zu erkennen, vollkommen verblaßt oder fehlt); vielfach stark durchgeschlagen, z.T. stark beschädigt (Notenköpfe, z.T. halbe Systeme herausgefallen); Seitenpräparation: Schriftspiegel 335-340x454-458 (465-69) mm; 10 Pentagramme; Doppelrastral 26 mm; regelmäßig durchrastriert, ggf. Systeme leergelassen; die obersten 2 Systeme auf jeder Seite ca. 3,5-5 cm eingerückt.; Tinte (Rastrierung): mittel- bis dunkelbraun; Tinte (Text): mittel- bis dunkelbraun; Tinte (Noten): mittel- bis dunkelbraun; Tinte (Illumination): mittel- bis dunkelbraun; Schreiber: Sherr D; Schriftform: ltf-Batarde, mittleres KN, klein und fein; Illumination: üppig verzierte Kadellen mit Tintenzeichnungen, Blattornamentik, Grotesken, Tierzeichnungen zu Beginn jedes Lesefelds, oben über 2 Systeme in Einrückungen, auf der unteren Seitenhälfte nur über 1 System über Rastrierung. Etwa zu 50 % ausgeführt, Rest leere Aussparungen. Ganz anderer Typus als übrigen Kadellen der Zeit (von CS 14/51 bis in 1520er Jahre); anderer Ornamententyp (Beschreibung). Initialen nach Noten eingetragen (nach Einrückungen Notenbeginn immer direkt am Systembeginn, ggf. Kadellen über und zwischen Notentext; unten gleichbleibende Einrückung des Notentextes (auf variierenden Systemen).; Wasserzeichen: nicht zu erkennen
3. Fol. 39-44 (Isoliert); Material: Papier, Carta reale, jeweils 2 Blätter mit Papierstreifen zu Bifolium zusammengefügt (Knickspuren in Blattmitte noch zu sehen); Papierfarbe: gelblich, Fläche der Lamination etwas stärker bräunlich; Beschaffenheit Beschreibstoff: relativ stark, nach Restauration mit Kunstfasergewebe laminiert; Blindline: Einzel-BL li-re eingeritzt oder Blei, Text auf Doppel-BL 4,5 mm (vielfach nicht zu erkennen, vollkommen verblaßt oder fehlt); unterschiedlich stark durchgeschlagen, z.T. leicht beschädigt; Seitenpräparation: Schriftspiegel 307-310x424-429 (437-442) mm; 10 Pentagramme; Doppelrastral 25* mm; regelmäßig durchrastriert, ggf. Systeme leergelassen; die obersten 2 Systeme auf jeder Seite ca. 6-8,5 cm eingerückt.; Tinte (Rastrierung): dunkelbraun (fol. 39 mittelbraun); Tinte (Text): dunkelbraun (fol. 39 mittelbraun); Tinte (Noten): mittelbraun (fol. 39 hellbraun); Tinte (Illumination): dunkelbraun (fol. 39 mittelbraun); Schreiber: Sherr A1 (CS 15); Notation: rautenförmig, schlanke Notenköpfe, rel. langer, dünner, leicht nach vorne geneigter Hals; Schriftform: ltf mit Rotunda-Einschlag; Illumination: üppig verzierte Kadellen mit Tintenzeichnungen, Blattornamentik, Grotesken, zu Beginn jedes Lesefelds, oben über 2 Systeme in Einrückungen, auf der unteren Seitenhälfte meist nur über 1 System über Rastrierung. Oft nicht als Initiale augeführt, sondern große, kalligraphische Stimmenbezeichnung in Aussparung oder über Rastrierung Initialen vor Noten eingetragen, Notentext nimmt erkennbar Rücksicht, auch an Stimmbezeichnungen in Unterstimmen sehr deutlich.; Wasserzeichen: Krone auf Säule (vgl. Briquet 4412)
4. Fol. 45-54 (Isoliert); Material: Papier, Carta reale, jeweils 2 Blätter mit Papierstreifen zu Bifolium zusammengefügt (Knickspuren in Blattmitte noch zu sehen); Papierfarbe: gelblich, Fläche der Lamination etwas stärker bräunlich; Beschaffenheit Beschreibstoff: relativ stark, bis auf fol. 45 nach Restauration mit Kunstfasergewebe laminiert; Blindline: Einzel-BL li-re eingeritzt oder Blei, Text auf Einzel-BL; unterschiedlich stark durchgeschlagen, z.T. leicht beschädigt; Seitenpräparation: Schriftspiegel ca. 320x430-433 (444-447) mm; 10 Pentagramme; Einzelrastral 24 mm; regelmäßig durchrastriert, ggf. Systeme leergelassen; die obersten 2 Systeme auf jeder Seite ca. 5-7,5 cm eingerückt. Die meisten Seiten sind nicht ganz waagerecht rastiert, sondern die Systeme steigen zur Seitenmitte hin an.; Tinte (Rastrierung): mittel- bis dunkelbraun (auf nicht laminierten Blättern deutlich kräftiger); Tinte (Text): mittel- bis dunkelbraun (auf nicht laminierten Blättern deutlich kräftiger); Tinte (Noten): mittel- bis dunkelbraun (auf nicht laminierten Blättern deutlich kräftiger); Tinte (Illumination): mittel- bis dunkelbraun (auf nicht laminierten Blättern deutlich kräftiger); Schreiber: Orceau, "middle Julius II" (Sherr), Dean 4; deutlich schlampiger Orceau, alles deutlich weniger sorgfältig und fein wie in übrigen Hss.; Notation: rautenförmig, starker Strich, kurzer Hals, ganze Note (Kopf und Hals) sehr deutlich MUZ geneigt; Schriftform: ltf, mittleres kall. Niveau, sehr unterschiedlich groß und fein, tendenziell eher groß und grob; Illumination: üppig verzierte Kadellen mit Tintenzeichnungen, Blattornamentik, Grotesken, zu Beginn jedes Lesefelds, oben über 2 Systeme in Einrückungen, auf der unteren Seitenhälfte meist nur über 1 System über Rastrierung; Initialen nach Noten eingetragen (nach Einrückungen Notenbeginn immer direkt am Systembeginn, ggf. Kadellen über und zwischen Notentext; unten gleichbleibende Einrückung des Notentextes (auf variierenden Systemen).; Wasserzeichen: Berg mit drei Spitzen (ähnlich Briquet 11658)
5. Fol. 55-58 (Isoliert); Material: Papier, Carta reale, jeweils 2 Blätter mit Papierstreifen zu Bifolium zusammengefügt (Knickspuren in Blattmitte noch zu sehen); Papierfarbe: gelblich, Fläche der Lamination etwas stärker bräunlich; Beschaffenheit Beschreibstoff: relativ stark, fol. 55 und 57 nach Restauration mit Kunstfasergewebe laminiert; Blindline: Einzel-BL li-re eingeritzt oder Blei, keine Text-BL; unterschiedlich stark durchgeschlagen, z.T. leicht beschädigt; Seitenpräparation: Schriftspiegel ca. 320x430-433 (444-447) mm; 10 Pentagramme; Einzelrastral 24 mm; regelmäßig durchrastriert, ggf. Systeme leergelassen; die obersten 2 Systeme auf jeder Seite ca. 5-7,5 cm eingerückt. Die meisten Seiten sind nicht ganz waagerecht rastriert, sondern die Systeme steigen zur Seitenmitte hin an.; Tinte (Rastrierung): mittel- bis dunkelbraun (auf nicht laminierten Blättern deutlich kräftiger); Tinte (Text): mittel- bis dunkelbraun (auf nicht laminierten Blättern deutlich kräftiger); Tinte (Noten): mittel- bis dunkelbraun (auf nicht laminierten Blättern deutlich kräftiger); Tinte (Illumination): mittel- bis dunkelbraun (auf nicht laminierten Blättern deutlich kräftiger); Schreiber: Orceau, "middle Julius II" (Sherr), Dean 4; deutlich schlampiger Orceau, alles deutlich weniger sorgfältig und fein wie in übrigen Hss.; Notation: rautenförmig, starker Strich, kurzer Hals, ganze Note (Kopf und Hals) sehr deutlich MUZ geneigt; Schriftform: ltf, mittleres kall. Niveau, sehr unterschiedlich groß und fein; Illumination: üppig verzierte Kadellen mit Tintenzeichnungen, Blattornamentik, Grotesken, zu Beginn jedes Lesefelds, oben über 2 Systeme in Einrückungen, auf der unteren Seitenhälfte meist nur über 1 System über Rastrierung; Initialen nach Noten eingetragen (nach Einrückungen Notenbeginn immer direkt am Systembeginn, ggf. Kadellen über und zwischen Notentext; unten gleichbleibende Einrückung des Notentextes (auf variierenden Systemen).; Wasserzeichen: Berg mit drei Spitzen (ähnlich Briquet 11658)
5a. Fol. 58v-59r (Nachtrag); fol. 58 kaum beschädigt, fol. 59 dagegen stark (s. KE 6); Seitenpräparation: ; 10 Pentagramme; Tinte (Rastrierung): mittelbraun; Tinte (Text): mittelbraun; Tinte (Illumination): mittelbraun; Schreiber: Orceau, "middle Julius II" (Sherr), Dean 5; Notation: rautenförmig, starker Strich, kurzer Hals, ziemlich groß; Schriftform: ltf, mittleres kall. Niveau, ziemlich groß; Illumination: üppig verzierte Kadellen mit Tintenzeichnungen, Blattornamentik, zu Beginn jedes Lesefelds, oben über 2 Systeme in Einrückungen, auf der unteren Seitenhälfte meist nur über 1 System über Rastrierung; Initialen nach Noten eingetragen (nach Einrückungen Notenbeginn immer direkt am Systembeginn, ggf. Kadellen über und zwischen Notentext; unten gleichbleibende Einrückung des Notentextes (auf variierenden Systemen).
6. Fol. 59-63 (Isoliert); Material: Papier, Carta reale, jeweils 2 Blätter mit Papierstreifen zu Bifolium zusammengefügt (Knickspuren in Blattmitte noch zu sehen); Papierfarbe: gelblich, Fläche der Lamination deutlich stärker bräunlich; Beschaffenheit Beschreibstoff: relativ stark, nach Restauration mit Kunstfasergewebe laminiert; Blindline: Einzel-BL li-re eingeritzt oder Blei, Text auf Doppel-BL 3,5 mm; stark durchgeschlagen, z.T. stark beschädigt (Notenköpfe, z.T. halbe Systeme herausgefallen); Seitenpräparation: Schriftspiegel ca. 320x430-433 (444-447); 10 Pentagramme; Doppelrastral 25* mm; regelmäßig durchrastriert, ggf. Systeme leergelassen; die obersten 2 Systeme auf jeder Seite ca. 5-7,5 cm eingerückt.; Tinte (Rastrierung): dunkelbraun, stark verlaufen; Tinte (Text): dunkelbraun, stark verlaufen; Tinte (Noten): dunkelbraun, stark verlaufen; Tinte (Illumination): dunkelbraun, stark verlaufen; Schreiber: Sherr A2; Notation: rautenförmig, starker Strich, schlanke Notenköpfe, kurzer Hals; Schriftform: ltf, ziemlich hohes kall. Niveau, fein und regelmäßig; Illumination: üppig verzierte Kadellen mit Tintenzeichnungen, Blattornamentik, Grotesken, zu Beginn jedes Lesefelds, oben über 2 Systeme in Einrückungen, auf der unteren Seitenhälfte ebenfalls über 2 Systeme über Rastrierung; hoher ikonographischer Aufwand, alle Initialen figürlich, v.a. umfangreiche Vogelmotive, sonst aus CS unbekannt; sogar Reklamanten zeichnerisch aufwendig. Initialen vor Noten eingetragen, Notentext nimmt erkennbar Rücksicht, auch an Stimmbezeichnungen in Unterstimmen sehr deutlich.; Wasserzeichen: Meerjungfrau im Kreis (ähnlich Briquet 13883)
6a. Fol. 64 (Nachtrag/Einschub); Material: Papier, Carta reale, jeweils 2 Blätter mit Papierstreifen zu Bifolium zusammengefügt (Knickspuren in Blattmitte noch zu sehen); Papierfarbe: gelblich; Beschaffenheit Beschreibstoff: relativ stark; Blindline: Einzel-BL li-re eingeritzt oder Blei, keine Text-BL; leicht durchgeschlagen, kaum Schäden; Seitenpräparation: Schriftspiegel 312/304x431 (450) mm; 10 Pentagramme; Doppelrastral 25,5 mm; regelmäßig durchrastriert, ggf. Systeme leergelassen; die obersten 2 Systeme auf jeder Seite ca. 5-5,5 cm eingerückt.; Tinte (Rastrierung): dunkelbraun bis schwarz; Tinte (Text): dunkelbraun bis schwarz; Tinte (Noten): mittelbraun; Tinte (Illumination): dunkelbraun bis schwarz; Schreiber: Orceau, "middle Julius II" (Sherr), Dean 4; Notation: rautenförmig, starker Strich; Schriftform: ltf, mittleres kall. Niveau, sehr unterschiedlich groß und fein; Illumination: üppig verzierte Kadellen mit Tintenzeichnungen, Blattornamentik, zu Beginn jedes Lesefelds, oben über 2 Systeme in Einrückungen, auf der unteren Seitenhälfte meist nur über 1 System über Rastrierung; Initialen nach Noten eingetragen (nach Einrückungen Notenbeginn immer direkt am Systembeginn, ggf. Kadellen über und zwischen Notentext; unten gleichbleibende Einrückung des Notentextes (auf variierenden Systemen).; Wasserzeichen: Meerjungfrau im Kreis (ähnlich Briquet 13883)
7. Fol. 65-70 (Isoliert); Material: Papier, Carta reale, jeweils 2 Blätter mit Papierstreifen zu Bifolium zusammengefügt (Knickspuren in Blattmitte noch zu sehen); Papierfarbe: gelblich, Fläche der Lamination deutlich stärker bräunlich; Beschaffenheit Beschreibstoff: relativ stark, nach Restauration mit Kunstfasergewebe laminiert; Blindline: Einzel-BL li-re eingeritzt oder Blei, keine Text-BL; stark durchgeschlagen, z.T. stark beschädigt (Notenköpfe, z.T. halbe Systeme herausgefallen); Seitenpräparation: Schriftspiegel 305-310x427-429 (442-450) mm; 10 Pentagramme; Doppelrastral 25* mm; regelmäßig durchrastriert, ggf. Systeme leergelassen; die obersten 2 Systeme auf jeder Seite ca. 6-8 cm eingerückt. Fol. 69r-70r 2. System nachrastriert.; Tinte (Rastrierung): dunkelbraun, stark verlaufen; Tinte (Text): dunkelbraun, stark verlaufen; Tinte (Noten): dunkelbraun, stark verlaufen; Tinte (Illumination): dunkelbraun, stark verlaufen; Schreiber: Sherr A1; Notation: rautenförmig, schlanke Notenköpfe, rel. langer, dünner, bisweilen leicht nach vorne geneigter Hals; Schriftform: ltf, mittleres kall. Niveau, ziemlich groß; Illumination: üppig verzierte Kadellen mit Tintenzeichnungen, Blattornamentik, Grotesken, zu Beginn jedes Lesefelds, oben über 2 Systeme in Einrückungen, auf der unteren Seitenhälfte meist nur über 1 System über Rastrierung. Oft nicht als Initiale augeführt, sondern große, kalligraphische Stimmenbezeichnung in Aussparung oder über Rastrierung Initialen vor Noten eingetragen, Notentext nimmt erkennbar Rücksicht, auch an Stimmbezeichnungen in Unterstimmen sehr deutlich.; Wasserzeichen: nicht zu erkennen
8. Fol. 71-76 (Isoliert); Material: Papier, Carta reale, jeweils 2 Blätter mit Papierstreifen zu Bifolium zusammengefügt (Knickspuren in Blattmitte noch zu sehen); Papierfarbe: gelblich, Fläche der Lamination deutlich stärker bräunlich; Beschaffenheit Beschreibstoff: relativ stark, bis auf fol. 71 und 76 nach Restauration mit Kunstfasergewebe laminiert; Blindline: Einzel-BL li-re eingeritzt oder Blei, Text auf Doppel-BL 4,5 mm; unterschiedlich stark durchgeschlagen, z.T. beschädigt (Papier brüchig, entlang der Notenlinien durchgebrochen, Notenköpfe herausgefallen); Seitenpräparation: Schriftspiegel 305-308x436-440 (448-453) mm [fol. 71: 313x441]; 10 Pentagramme; fol. 71: Doppelrastral 25,5 mm; fol. 72-76: v.o.n.u. je 2x 2 Doppelrastral 25,5 mm, 1x Einzelrastral 25 mm; regelmäßig durchrastriert, ggf. Systeme leergelassen; die obersten 2 Systeme auf jeder Seite ca. 7-8,5 cm eingerückt. Fol. 72-76 zunächst auch 6/7 eingerückt, dann aber nachrastriert.; Tinte (Rastrierung): hell- bis dunkelbraun; Tinte (Text): mittel- bis dunkelbraun; Tinte (Noten): mittelbraun; Tinte (Illumination): mittel- bis dunkelbraun; Schreiber: Sherr C; Notation: rautenförmig, starker Strich, eng notiert, rel. lange, nach außen sich etwas verbreiternde Notenhälse; Schriftform: Rotunda, vgl. Sherr; Illumination: üppig verzierte Kadellen mit Tintenzeichnungen, Blattornamentik, Grotesken, zu Beginn jedes Lesefelds, oben über 2 Systeme in Einrückungen, auf der unteren Seitenhälfte ebenfalls oft 2 Systeme. Großer ikonographischer Aufwand, prachtvolle Initialen. Initialen vor Noten eingetragen, Notentext nimmt erkennbar Rücksicht.; Wasserzeichen: Meerjungfrau im Kreis (ähnlich Briquet 13883)
8a. Fol. 75v-77r (Nachtrag); Blindline: Einzel-BL li-re eingeritzt oder Blei, Text auf Einzel-BL; leicht durchgeschlagen, kaum Schäden; Seitenpräparation: ; 10 Pentagramme; Tinte (Rastrierung): mittelbraun; Tinte (Text): mittelbraun; Tinte (Illumination): hell- bis mittelbraun; Schreiber: Orceau, "middle Julius II" (Sherr), Dean 5; Notation: rautenförmig, starker Strich, unterschiedlich langer Hals, ziemlich groß, wirkt durch schlankere Hälse als sonst feiner; Schriftform: ltf, mittleres kall. Niveau, mittelgroß, trotzdem sehr schön; Illumination: üppig verzierte Kadellen mit Tintenzeichnungen, Blattornamentik, zu Beginn jedes Lesefelds, oben über 2 Systeme in Einrückungen, auf der unteren Seitenhälfte nur über 1 System über Rastrierung; Initialen nach Noten eingetragen (nach Einrückungen Notenbeginn immer direkt am Systembeginn, ggf. Kadellen über und zwischen Notentext; unten gleichbleibende Einrückung des Notentextes (auf variierenden Systemen).
9. Fol. 77-85 (Isoliert); Material: Papier, Carta reale, jeweils 2 Blätter mit Papierstreifen zu Bifolium zusammengefügt (Knickspuren in Blattmitte noch zu sehen); Papierfarbe: gelblich, Fläche der Lamination auf fol. 84 etwas stärker bräunlich; Beschaffenheit Beschreibstoff: relativ stark, fol. 84 nach Restauration mit Kunstfasergewebe laminiert; Blindline: Einzel-BL li-re eingeritzt oder Blei, keine Text-BL; leicht bis mittelstark durchgeschlagen, kaum Schäden; Seitenpräparation: Schriftspiegel ca. 320x430-433 (444-447); 10 Pentagramme; Einzelrastral 24 mm; regelmäßig durchrastriert, ggf. Systeme leergelassen; die obersten 2 Systeme auf jeder Seite ca. 5,5-7,5 cm eingerückt. Die meisten Seiten sind nicht ganz waagerecht rastriert, sondern die Systeme steigen zur Seitenmitte hin an.; Tinte (Rastrierung): dunkelbraun bis schwarz; Tinte (Text): dunkelbraun bis schwarz; Tinte (Noten): mittelbraun; Tinte (Illumination): dunkelbraun bis schwarz; Schreiber: Orceau, "middle Julius II" (Sherr), Dean 4; Notation: rautenförmig, starker Strich, kurzer Hals, ganze Note (Kopf und Hals) sehr deutlich MUZ geneigt; Schriftform: ltf, mittleres kall. Niveau, mittelgroß, trotzdem sehr schön; Illumination: üppig verzierte Kadellen mit Tintenzeichnungen, Blattornamentik, Grotesken, zu Beginn jedes Lesefelds, oben über 2 Systeme in Einrückungen, auf der unteren Seitenhälfte meist nur über 1 System über Rastrierung; Initialen nach Noten eingetragen (nach Einrückungen Notenbeginn immer direkt am Systembeginn, ggf. Kadellen über und zwischen Notentext; unten gleichbleibende Einrückung des Notentextes (auf variierenden Systemen).; Wasserzeichen: Berg mit drei Spitzen (ähnlich Briquet 11658)
Provenance notes Rom: Päpstliche Kapelle

References

Bibliographic reference HaberlV 1888 , p. 25
LlorensS 1960 , p. 119f.
SherrP 1996 , pp. 201-210, 220-222 et passim
DeanS 1984
TalamoM 1997 , p. 43
PanuzziL 1687 , 062
CeliL 1753 , A063
StoraceP 1813 , A063
SalvatiL 1863 , 063
BriquetF 1907

Index terms

Subject heading Masses
Canticles
Motets
Language of text lat
Name Alexander VI., Papa (1431-1503) [Other]
Giulio II., Papa (1443-1513) [Other]
Orceau, Johannes (15/16) [Copyist]
Copyist 2 [Copyist]
Copyist 3 [Copyist]
Copyist 15 [Copyist]
Additional institution Cappella Sistina [Event place]

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External resource Digitalisat [Digitalization]

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  857001861 Ockeghem, Johannes: Missa Mi-mi (quarti toni) - V (4)
  857001862 Anonymus: Missa sine nomine - V (4)
  857001863 Anonymus: Magnificat - V (5)
  857001864 Anonymus: Mittit ad virginem - V (4)
  857001865 Josquin des Prez: Missus est Gabriel angelus ad Mariam - V (4)
  857001866 Mouton, Jean: Sancte Sebastiane - V (4)
  857001867 Mouton, Jean: Nesciens mater virgo - V (4)
  857001868 Prioris, Johannes: (untextiert) - V (2)
  857001869 Prioris, Johannes: Domine non secundum peccata nostra - V (4)
  857001870 Anonymus: Kyrie - V (4)
  857001871 Ockeghem, Johannes: Missa de Feria - V (5)
  857001872 Anonymus: Regina coeli laetare - V (4)
  857001873 Anonymus: Regina coeli laetare - V (5)
  857001874 Anonymus: Regina coeli laetare - V (4)
  857001875 Vaqueras, Bertrandus: Rex fallax miraculum - V (5)
  857001876 Anonymus: O domine Iesu Christe - V (4)
  857001877 Brumel, Antoine: Magnificat - V (4)